Intervallfasten – Essen nach dem Rhythmus unserer Vorfahren?

Ist das Intervallfasten gerade wieder ein absoluter Hype, wieder ein neuer Trend um das Gewicht zu reduzieren?

Das Intervallfasten (oder intermittierendes Fasten) bedeutet im Grunde, dass man eine gewisse Zeit isst und danach eine gewisse Zeit fastet. Es geht auf eine uralte Lebensweise zurück, bei der auf Zeiten der Nahrungsaufnahme Tage folgten, an denen keine Nahrung zur Verfügung stand.

„Intervallfasten ist endlich mal keine Mode, keine neue Diät-Sau, die durchs Dorf getrieben wird. Endlich findet ein Stück Wissenschaft, welches wir so in unserem Zentrum für Ernährungsmedizin auch praktizieren, tatsächlich Anerkennung.“ (Dr. Matthias Riedl, Ernährungsmediziner)

Intervallfasten ist keine Diät im Sinne einer phasenweisen Ernährungsumstellung, sondern sollte immer eine langfristige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten einleiten.

Das Fasten ist eine gute Methode, um langfristig abzunehmen, die Wohlfühl-Figur zu bekommen und das reduzierte Gewicht auch zu halten. Die Höhe der Gewichtsabnahme ist natürlich davon abhängig, wie ausgedehnt die gewählten Intervalle sind und wie die Ernährung an den übrigen Tagen gestaltet wird. 500 Gramm bis 1 Kilo pro Woche sind aber sehr realistisch. Manche fasten zeitlich begrenzt, bis das Wunschgewicht erreicht ist, andere fasten ein Leben lang, da sie für sich den positiven Effekt auf ihre Gesundheit entdeckt haben.

Es gibt verschiedene Arten des Intervallfastens, wie zum Beispiel das 5:2-Fasten. Hier wird an 5 Tagen normal gegessen und an den 2 anderen Tagen wird die tägliche Kalorienaufnahme reduziert. Daneben gibt es noch das 16:8-Intervallfasten. Dabei wird an 16 Stunden des Tages immer eine strikte Pause eingehalten, in der nicht gegessen wird. Getrunken werden nur Wasser und ungesüßter Tee. An den verbleibenden 8 Stunden werdend bis zu drei ausgewogenen Mahlzeiten gegessen.

Wer abnehmen möchte, sollte in den fastenfreien Perioden nicht übermäßig essen und sich möglichst gesund und ausgewogen ernähren: viel Gemüse, hochwertiges Eiweiß, eine ausreichende Menge Kohlenhydrate. Zur groben Orientierung über den individuellen Kalorienbedarf ist es hilfreich, sich vorab seinen täglichen Kalorienbedarf auszurechnen. Kompetente Beratung und Unterstützung gibt es bei Diätassistentinnen und Ernährungsberatern.        

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